Fiordlands Moas

Moa

Fall des Moas, einem flugunfähigen endemischen Vogel, der über 2 Meter hoch wurde und mehr als 200 Kilo wog.

Nichts ist deprimierender für einen Naturliebhaber als eine Tierart die für ausgestorben erklärt wird. Vielleicht ist das der Grund, warum uns wiederkehrende Berichte über die Sichtung einer Spezies, die wir verloren geglaubt haben, immer wieder einen neuen Hoffnungsschimmer geben. Wir erfreuen uns an dem winzigen Fünkchen Hoffnung, dass ein bedeutendes Tier vielleicht doch noch irgendwo unentdeckt lebt und gedeiht.

So auch im Fall des Moas, einem flugunfähigen endemischen Vogel, der über 2 Meter hoch wurde und mehr als 200 Kilo wog.

Aus Aufzeichnungen geht hervor, dass die Moas vor etwa 500-600 Jahren aufgrund von Überjagung und dem Verlust ihres Lebensraums ausgestorben sind. Doch bis heute wagen sich Entdecker tief in die Wildnis von Fiordland vor und suchen nach Spuren dieses Vogelgiganten.

Beweise für die Existenz von Moas

Dieersten dokumentierten Spuren von Moas beginnen mit Joel Polack, der 1838 „mehrere große fossile Verknöcherungen“ protokollierte, die ihm zunächst wie die Knochen einer Straußen- oder Emu-Art erschienen. 1842 erklärte Richard Owen, ein englischer Paläontologe, dass die Knochen von einem riesigen ausgestorbenen Vogel stammten und nannte diesen Dinornis. Seitdem wurden in ganz Neuseeland Skelettreste gefunden, die denen von Polacks Fund ähnlich sind.

Die Forscher Rex und Heather Gilroy gehen seit 20 Jahren auf Feldexpeditionen, um ein lebendes Exemplar zu finden. Auf ihrer Reise in den Te Urewera Nationalpark stießen sie auf etwas Interessantes. Im März 2000 entdeckten sie beim Trekking in der dichten Wildnis der Bergwelt obskure Fußspuren, die angeblich von einem riesigen Vogel stammen mussten. Sie behaupteten, dass ein Abdruck bis zu 17 cm lang und von der inneren bis zur äußeren Zehe bis zu 10 cm breit war.

Im Jahr 2001 kamen sie zurück und konnten Fußabdrücke aus Regionen mit den vermuteten Futter- und Nistplätzen der Moa vorweisen. Im Jahr 2008 beschlossen die Gilroys an einem anderen Ort zu suchen und unternahmen eine Reise zum Mt. Egmont im Whanganui Nationalpark. Hier gelang es Rex einen größeren Fußabdruck von 30 cm Länge und 41 cm Breite freizulegen.

Anhänger von ausgestorbenen Tieren haben die Jagd nach den faszinierenden Moas nie aufgegeben. Es gibt zahlreiche Studien und YouTube-Videos über die andauernde Suche nach dem zweifüßigen Pflanzenfresser. Immerhin beweist die Wiederentdeckung eines weiteren flugunfähigen endemischen Vogels, dem im Jahr 1898 für ausgestorben erklärten Takahē, dass es seltene Vögel geben kann, obwohl sie über lange Zeit unentdeckt geblieben sind.

Worauf Sie bei der Suche nach Moas achten sollten

Wenn Sie vorhaben in die Wildnis vorzudringen und sich selbst auf die Suche zu machen, sollten Sie sich gründlich über Moas informieren, damit Sie Ihre Chancen auf eine Begegnung optimieren und natürlich auch Ihre Sicherheit gewährleisten. Beachten Sie diese wichtigen Details:

  1. Moas ernähren sich hauptsächlich von Alpenkräutern, Südbuchen, sowie Baumfuschien, Flachs und anderen nektarreichen Blumen, so dass Sie am besten in Grasland, Wäldern und Gebieten mit üppiger Vegetation suchen können.
  2. Die am besten erhaltenen mumifizierten Überreste von Moas wurden in relativ trockenen, eingeschlossenen, felsigen subalpinen Lagen gefunden. Waldmoas und Pachyornis australis, bewohnten jedoch vor allem die bergigen und subalpinen Zonen der Südinsel. Schauen Sie sich diese Gebiete auf Ihrer Karte an und legen Sie Ihre Wanderroute entsprechend fest.
  3. Die meisten Knochen und Eierschalen wurden früher in Höhlen und Felsblöcken entdeckt. Da eine Wanderung in diese Gebiete nicht ganz ungefährlich ist, sollten Sie sich vor Ihrer Expedition mit einem Experten beraten.
  4. Informieren Sie sich genaustens über die Wettervorhersage und sorgen Sie für ausreichend Vorräte auf Ihrer Reise.

Spekulationen über die unentdeckte Existenz der Moa in der Wildnis von Fiordland und Südwestland ziehen weiterhin neugierige Zoologen und Wildtierexperten an. Man weiß nie, vielleicht reicht schon eine Bootsfahrt auf dem Milford Sound Cruise, um den Wildnisforscher in sich zu erwecken.

Fröhliche Suche!

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